Erst das Ja – dann das Nein – dann wird's kompliziert
«YES/NO» beginnt als Fest der Bejahung. Vier Tänzer·innen setzen ihren ganzen Körper ein, um radikale Positivität zu verkörpern: enthusiastisch, vorbehaltlos, ansteckend. Sie bejahen sich selbst, einander – und direkt das Publikum. Die Energie ist mitreissend, mit einer Prise Absurdität. Ja, noch ein Ja, immer weiter.
Und dann kommt das Nein.
Denn Grenzen setzen, sich selbst schützen, klar sein – all das braucht manchmal ein deutliches Nein. Manche Menschen tun sich schwer damit, dieses Wort laut auszusprechen. «YES/NO» gibt ihm Raum: Es wird geübt, verkörpert, in Bewegung verwandelt. Nein, Nein und nochmals Nein.
Danach wird es komplizierter – und menschlicher. Zwischen Schwarz und Weiss liegt ein grosses Grau: Jein, Mal sehen, Ich weiss nicht, Ja aber. Gerade der Tanz ist gemacht dafür, dieses Dazwischen sichtbar zu machen – die zögernde Geste, das Zucken der Schulter, den Blick, der mehr sagt als jedes Wort.
«YES/NO» ist für ein breites Publikum zugänglich – kulturinteressierte Erwachsene ebenso wie Familien und alle, die neugierig auf Tanz sind.
Choreographie: Joshua Monten
Tanz: Manon Campion, Gianmarco Martini Zani, Hannah Thomas, Jack Wignall
Beratung zu Consent/Tanz: Kristin Horrigan
Œil extérieur: Emma Muray
Lichtdesign: Mirjam Berger
Kostümdesign: Catherine Voeffray
Sounddesign: Moritz Alfons
Praktikum: Ana Blattner, Ben Mucznik
Produktion: Verein Tough Love